Das Mädchen im Brunnen

Ein Ring lag im Brunnen, tief unter dem Wasser, das Ringe hervorbringt, wenn man hinein spuckt. Ironie des Schicksals für unseren Ring, der sich so sehr nach Nähe und Gemeinschaft sehnte und doch nichts bekam als bittere Reflektionen seiner selbst auf der Oberfläche. Eines Tages fiel ein kleines Mädchen in den Brunnen, war er auch nicht sehr tief, sie war klein, das wurde ihr zum Verhängnis. Zu lange war es her, dass dies passiert war, selbst für Skelette hatte der Prozess der Verwesung schon lange begonnen und wurde jüngst vollendet, so dass sie allein war, allein mit den Ringen um sie herum, die sie selbst ausgelöst hatte. Der Traum einer jeden Frau war ihr bedeutungslos, und sie starrte halbnass, für mehr hatte es nicht gereicht, trotz ihrer geringen Größe, ins Wasser, und der Ring starrte in die Luft, und es begann der Kreislauf der Frau. Sie kippte um, doch nicht, ohne den Ring auf den Finger zu ziehen, bevor auch bei ihr der Verwesungsprozess in Betrieb gesetzt wurde. Wie tragisch.

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